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2011 wurde zum ersten Mal der „Europäische Gartenbuchpreis“ von Schloss Dennenlohe vergeben, um auf herausragende Gartenliteratur aus den Nachbarländern hinzuweisen.

Aus über 25 Neuerscheinungen wählte die internationale Jury die folgenden Bücher aus:

Best European Garden Book

Carolyn Fry: Pflanzenschätze. Aus der Ferne in den Garten. Von leidenschaftlichen Sammlern, fremden Ländern und exotischen Pflanzen
Englische Originalausgabe: London 2009; in Lizenz erschienen im Callwey Verlag, München 2010

Begründung der Jury:
Wie macht man den Leser selbst zum Entdecker? Dies mag sich die Autorin dieses einzigartigen Buches bei der Konzeption gefragt haben. Und wirklich: Dieses Buch zieht in seinen Bann wie kein anderes. Dabei behandelt es mit der Entdeckung und Einführung der Gartenpflanzen eigentlich einen recht speziellen Aspekt der Gartengeschichte.
Und dennoch gelingt es das breite Publikum dafür zu begeistern. Dem staunenden Leser entfaltet sich buchstäblich mit jeder Seite die Welt der Pflanzenjäger und Gartenpioniere. Das Buch ist gespickt mit zahlreichen eingeklebten Umschlägen mit Auszügen von Gartenbuchfaksimiles, historischen Briefen, Pflanzenlisten, Gartenplänen und alten Pflanzendarstellungen, welche die Geschichte hautnah nacherleben lassen. Anschaulicher und spannender lässt sich Gartengeschichte in der Tat kaum präsentieren.

Der 2. Platz ging nach Frankreich - Quatre Siecles d´histoire „Jardins en Alsace“ aus dem Verlag Lieux Dits Editions, der 3. Platz nach Großbritannien an den Routledge Campman & Hall Verlag mit seinem Buch „When modern was green“ von David H.Haney.

Nach Österreich ging der Sonderpreis der Jury an Andrea Heistinger mit Ihrem „Handbuch Bio-Gemüse. Sortenvielfalt für den eigenen Garten.“

Dieses Buch hat sich der Sortenvielfalt in der Welt der Gartengemüse verschrieben. Fasziniert ist der Leser in der Tat allein durch die unglaubliche Vielfalt der zahlreichen kaum bekannten oder vergessenen Kulturformen: Über 500 Sorten werden in diesem umfassenden Kompendium beschrieben. Zahlreiche Fototafeln, auf denen die verschiedenen Sorten zum Vergleich abgebildet sind, illustrieren das Werk. Besonders bemerkenswert ist, daß neben sehr detaillierten Angaben zu Anbau und Pflege noch persönliche Tips beigegeben werden. Dies ist deshalb möglich, da sowohl die Hauptautorin, als auch die mitarbeitenden Co-Autoren allesamt Assoziierte oder Mitarbeiter des in eingeweihten Kreisen sehr bekannten Vereins „Arche Noah“ sind, der sich für den Erhalt alter Nutzpflanzen einsetzt und in Österreich einen eigenen Garten mit biologischer Anbauweise betreibt. So ist mit dem gewichtigen Band eines gelungen: Die Erstellung eines Standardwerkes auf diesem Gebiet.

Über uns

Schloss Dennenlohe wurde 1734 mit allen seinen Nebengebäuden erbaut und gilt als eines der schönsten Barockensembles in Bayern. Das Schloss wird vom größten Rhododendronpark Süddeutschlands sowie von einem 25 Hektar großen Landschaftsgarten umgeben.

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